Allrad-Buggy: Voltage von Jamara

Allrad-Buggy: Voltage von Jamara

Gelb ist die Farbe des Voltage und Gelb symbolisiert für viele den elektrischen Strom. Das passt im Falle des neuen 1:10er-Buggys von Jamara, denn das Modell verfügt über einen elektrischen Antrieb und spiegelt dies durch Name und Auftritt wieder. Als RTR-Paket hat es den Anspruch, vielen gerecht zu werden, denn nicht nur Einsteiger, sondern auch Hobbyfahrer sollen sich von diesem Modell angesprochen fühlen. Wie schlägt sich also der Elektro-Schocker?

Neben der optischen Raffinesse muss ein Modell selbstverständlich durch Technik überzeugen und im Betrieb Stärke zeigen. Die Entwickler des RC-Cars spendierten daher vier ausreichend dimensionierte Öldruckdämpfer, die, in bester Ready-to-Run-Manier, bereits fertig befüllt und verschraubt sind. Am Testmodell jedoch wurde eine kurze Nacharbeit notwendig, da ein Dämpfer ölig war, also eine Leckage zeigte. Das kann durchaus mal vorkommen, schließlich war das Paket schon vor dem Verkauf im Laden in vielen Händen und auf einer langen Schiffsreise. Der hier notwendige Aufwand betrug jedoch nur wenige Minuten, da im Fundus passendes Öl vorrätig war. Das serienmäßig eingesetzte Öl war nicht bestimmbar, wurde aber vorsichtshalber bei allen Dämpfern durch ein Öl mit der Viskosität 650 CPS ausgetauscht. Jamara zeigt zudem Weitsicht und legt dem Modell verschiedene Klipse zwecks Vorspannung der Dämpfer in ausreichender Anzahl bei. Hierdurch ist eine erste Maßnahme zur umfangreichen Abstimmung
des Modells gegeben.

Gut ausgestattet
Grundlage des Voltage bildet eine ausreichend massiv ausgeführte, silber eloxierte Chassisplatte, die seitlich leicht abgekantet ist und hierdurch die Stabilität des gesamten Fahrzeugs verbessert. Eine Schutzfunktion ist durch die geringen Winkel jedoch nicht gegeben. Um weiter zu stabilisieren, setzt Jamara eine obere blau-eloxierte Chassis-Strebe ein, die auch Montagepunkt für die RC-Elektronik ist. Gleichzeitig überdeckt sie die stabile Kardanwelle, die den Klassen-typischen Allradantrieb realisiert. Die Kraftübertragung durch Stahlwellen auf die großzügige Reifen-Felgen-Kombination übertragen, die durch ein vernünftiges Profil für guten Grip sorgt.. Ein Allradantrieb ist aber nur so viel wert, wie die dafür notwendigen und hier verwendeten Differenziale. Daher stattet Jamara den Voltage mit zwei durch Öl sperrbare Differenziale aus und untermauert damit den eigenen Anspruch, gute Technik zum günstigen Preis zu bauen.

Seitens des Herstellers hat man erkannt, dass auch Kugellager ein Modell wesentlich hochwertiger machen und zusätzlich die Leistungsfähigkeit steigern, beziehungsweise die Reibungsverluste gering gehalten. Beim Voltage werden diese serienmäßig eingesetzt. Im Testmodell bedurften diese Lager Pflege, da sie teilweise offen liegen und dadurch Schmutz eindringen kann. Aufgrund dieser Konstruktion sollten ausgiebige Ausflüge auf sandigen Strecken immer von einer ausgiebigen Pflege des Modells begleitet werden. Um diese Pflege zu ermöglichen, ist in der beigelegten Anleitung des Voltage eine verkürzte Kostruktionsdarstellung vorhanden. Durch selbige wird ermöglicht, dass Hobby-Piloten das Modell zerlegen und wieder korrekt montieren können. Insgesamt sind in der Anleitung ausreichende Hinweise zu Betrieb und Pflege des Modells enthalten. Neben diesen Hinweisen kann man auch die in Abbildungen gezeigten Ersatzteile schnell ordern. Erfahrungen zeigen, dass der benötigte Ersatz zügig geliefert wird. Neben dieser direkten, bietet Jamara auch indirekte Unterstützung in Form einer Hotline, die bei Fragen und Problemen schnell hilft.

Antriebskraft
Befeuert wird der Voltage durch einen 540er-Serienmotor, der an einem Metall-Träger montiert ist und seine Kraft auf ein gut geschütztes Hauptzahnrad überträgt. Da die Energie des Akkus leider nicht allein in Bewegungsenergie umgesetzt wird, sondern auch Wärme entsteht, werden gleich mehrere Lösungsansätze gegen eine Überhitzung des Motors in den Ring geworfen. Nicht nur ein kleines Schaufelrad im Motorkörper sorgt für Kühlung; auch ist der Motorträger mit Kühlrippen ausgestattet und trägt somit zu einer ausreichenden Wärmeableitung bei. Die Schutzabdeckung des Hauptzahnrads ist direkt mit dem Motorträger verbunden, besteht aber aus Kunststoff. Hier würde Alu widerum der Kühlung zugute kommen. Auf selbigem Bauteil ist wiederum die schon genannte Chassis-Strebe montiert.

Am Modell ist ein serienmäßiger, elektronischer Fahrregler direkt auf der Chassis-Strebe angebracht. Als Verbindung wählte man zwei Ansätze: Schraube und Montageklebeband. Während des Testbetriebs zeigte sich, dass das genannte Klebeband eine optimale Kühlung verhinderte und wurde daher entfernt. Um eine ausreichende Flächendeckung, also eine thermische Brücke zu erreichen, wurde der Regler mit einer weiteren Schraube auf der Chassis-Strebe fixiert. Am Regler ist hierzu auf jeder Seite eine Schraubmöglichkeit vorhanden, wobei die rechte bereits werkseitig genutzt wird. Wichtig hierbei ist aber, dass die Schraubverbindungen mit Sicherungslack haltbar gemacht werden, da ansonsten ein Verlust des Reglers durch Vibrationen vorprogrammiert ist. Laut Angaben verträgt der Regler Stromstärken bis 40 Ampere und ist mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet. Das Setup bezüglich der Stellwerte kann durch einen Taster auf dem Gehäuse durchgeführt werden und ist zügig beendet.

 

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