RC-Car-Fahren mit Kamera und Videobrille

Einsteiger bitte

Erstellt am: 4. April, 2012

Kategorie: Aktuell, Technik

Magazin:  CARS & Details

Ausgabe: Ausgabe 05/2012

Erschienen im: April 2012

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Ausgabe 05/2012
RC-Car-Fahren mit Kamera und Videobrille

Es ist derzeit in aller Munde: FPV. Das ist die Abkürzung für First-Person-View. Zu Deutsch heißt das in etwa so viel wie Cockpitsicht. Womit gerade viele Modellflieger experimentieren, können auch ­RC-Car-Fahrer jede Menge Spaß haben. Man kann im wahrsten Sinne neue Blickwinkel erkunden. Doch wie funktioniert das Ganze? Klar, man schnallt eine Kamera auf sein Modell und bekommt Onboard-Aufnahmen. Wie man in die Materie einsteigen kann, was man haben sollte und wie eine Profi-Ausstattung aussieht, darum geht’s jetzt.

Variante 1:
Schnell und einfach – für den Spaß danach

Wer Onboard-Aufnahmen von seinem RC-Car haben will, um beispielsweise selbstgedrehte Videos aufzupeppen, den Verlauf einer Strecke zu demonstrieren oder einfach Just-for-Fun, der benötigt keine aufwändige Technik. Eine Kamera kann jeder auf einem Modell fixieren. Eine 50-Euro-Kompaktkamera mit Videofunktion aus dem Elektronik-Discounter ist dafür bereits ausreichend – wackelfreie Bilder und gute Ergebnisse sind dann allerdings nicht garantiert. Empfehlenswert und bereits praxiserprobt ist hier die GoPro HD 960. Die kompakte Cam liefert sehr gute HD-Bilder, ist äußerst robust und kann auch schnelle Bewegungen gut wiedergeben. Darüber hinaus gibt es ein sehr umfangreiches Zubehörsortiment mit wasserdichtem Schutzgehäuse und Halterungen.

Die GoPro HD 960 ist in diversen Internet-Shops für rund 200,– Euro zu bekommen.

Variante 2:
Mittelklasse – mitten im Geschehen sein

Wer nicht nur ein Video drehen möchte, um es sich nach einer wilden Fahrt anzusehen, sondern live dabei sein will, kommt um den Kauf einer Videobrille nicht herum. Die entsprechenden Sende- und Empfangsmodule vorausgesetzt, bekommt man damit ein Live-Bild von der am Auto befestigten Kamera und kann so praktisch wie aus dem Cockpit fahren. Diese Methode folgt nun dem eigentlichen Gedanken hinter der FPV-Technik. Da die Anschaffung der benötigten Komponenten ein wenig Erfahrung voraussetzt, empfiehlt es sich, zu fertig konfektionierten Einsteigersets zu greifen.

Die auf Modellbau-Kamera-Technik spezialisierte Firma ACME bietet mit der bekannten ­FlyCamOne III ein solches System an. Die einfach zu handhabende und kompakte Kamera mit integrierter Dreh- und Schwenk-Elektronik für den Video-Kopf wird mit einer Sende-Einheit ausgestattet. Empfangen werden kann das Videobild dann über die Videobrille V-Eyes. Über die in der Brille integrierten Kopfhörer ist auch eine Tonausgabe möglich. Die Bewegungen, die der Fahrer mit dem Kopf macht, werden über Bewegungssensoren in der Brille an die Dreh- und Schwenk-Einheit der Kamera weitergegeben. Dreht man also seinen Kopf, dreht sich auch die Kamera. Schwenkt man den Kopf, schwenkt die Kamera mit. Doch das Ganze erfordert ein wenig Übung. Zu Beginn sollte man die Kamerabewegungen daher erst mal deaktivieren, sodass der Blick nach vorne gerichtet bleibt. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass das Kamerasystem geschützt ist, damit es bei Überschlägen nicht beschädigt wird.

Die FlyCamOne III ist im Core-Set (Kamera mit Zubehör) für 109,90 Euro zu bekommen.

Eine 2,4-Gigahertz-Übertragungseinheit (wird das RC-Car mit einer 2,4-Gigahertz-Fernsteueranlage gesteuert, ist ein 5,8-Gigahertz-Set notwendig) kostet ab 49,90 Euro.

Die Videobrille ist voraussichtlich erst wieder ab Mitte 2012 lieferbar.

Variante 3:
Niveauvoll – komplett ausgestattet

Wer nicht nur in die FPV-Technik hineinschnuppern, sondern gleich richtig einsteigen will, der braucht na­türlich das richtige Equipment. Die Firma GlobeFlight ist die erste Adresse für FPV-Equipment. Das dort erhältliche Starter-Set gibt es mit 2,4 oder 5,8 Gigahertz. Es ist mit einer Schwenk- und Dreheinheit für die CMOS-FPV-Kamera ausgestattet und bietet ­zahlreiche Einstellmöglichkeiten. Auch die ­Kamera dieses Sets sollte man gut geschützt am Modell plat­zieren. Wer mit 2,4-Gigahertz-Fernsteuertechnik unterwegs ist, muss zum 50,– Euro teureren 5,8-Giga­hertz-Set greifen, da­mit sich Fernsteuerung und ­Ka­merasystem nicht stören. Schwenk- und Dreh­be­wegungen werden wie bei der FlyCamOne III umgesetzt. Für das perfekte FPV-Feeling wird lediglich noch ein 2s- oder 3s-LiPo zur Stromversorgung der Kamera und das ­Headtracker-Modul für die Fat Shark Dominator-Videobrille benötigt.

Das komplette 2,4-Gigahertz-FPV-Starter-Set von GlobeFlight kostet inklusive Kamera, Videobrille, Übertragungsmodulen und Schwenk-Dreh-Einheit 499,– Euro.

Für einen Aufpreis von 130,95 gibt es das Set auch mit einer GoPro HD 960.

Das Headtracker-Modul kostet 69,95 Euro.

Jürgen -  Verfasst vor 15 Tagen

Hier eine gute Übersichtsseite von Videobrillen:
http://www.ledshift.com/Monitor%20German.html#Videobrille